Welche Vorteile bringt das Grüne Rezept den Patienten?

Mit der Verordnung eines rezeptfreien Arzneimittels auf dem Grünen Rezept stellt der Arzt klar, dass er für die Therapie die Einnahme dieses Präparates für notwendig und zweckmäßig erachtet. Er wählt damit bewusst ein schonendes, nicht verschreibungspflichtiges Arzneimittel aus, das über ein besonders gutes Nutzen-Risiko-Profil verfügen.

Das Grüne Rezept schafft nicht nur Vertrauen, sondern dient auch als Merkhilfe für den Kauf der Arzneimittel in der Apotheke. Im Allgemeinen vermerkt der behandelnde Arzt neben dem Präparatenamen auch den Wirkstoff, die Darreichungsform sowie die Packungsgröße.

Rezeptfreie Arzneimittel, die auf dem Grünen Rezept verordnet werden, müssen Patienten zwar meist komplett selbst bezahlen, dafür entfallen aber die Zuzahlungen in Höhe von 5 bis 10 Euro pro Kassenverordnung. Mit einem Durchschnittspreis von gut 8 Euro liegen die meisten rezeptfreien Arzneimittel sogar unter der oberen Zuzahlungsgrenze für verschreibungspflichtige Arzneimittel und können somit teilweise günstiger sein, obwohl der gesamte Produktpreis selbst zu tragen ist. Darüber hinaus können Patienten ihre eingelösten Grünen Rezepte zusammen mit dem Kaufbeleg bei der Einkommensteuererklärung im Sinne der Abgabenordnung als außergewöhnliche Belastung geltend machen.